Wirtschaftsausblick Österreich: Goldener Herbst oder Wetterumschwung?

14. September 2021 08:49 MESZ

Auf den öffnungsgetriebenen Konjunktur-Sommer sollte eine länger anhaltende und stabile Hochdruckphase folgen. Delta ist ein Risiko, dürfte aber kein abermaliges Konjunkturtief herbeiführen. Wir heben unsere BIP-Prognose für 2021 auf 4,5 % an, womit Österreich nur mehr etwas langsamer wachsen würde als die Eurozone. Das Jahr 2021 ist das Jahr der Investitionen, das Wachstum im laufenden Jahr wird ein stark investitionsgetriebenes sein. Die Investitionen sind damit neben dem Arbeitsmarkt die Überraschung des Jahres 2021.

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Perspektiven: Österreich – Hohe Inflation, heiße Herbstlohnrunde?

08. September 2021 12:15 MESZ

Auch in Österreich ist die Inflation zuletzt nach oben geschnellt. Als kurzfristiger Inflationstreiber erweisen sich wie andernorts die Energiepreise. Die strukturell höhere Teuerung als in der Eurozone ist hingegen maßgeblich den Dienstleistungen geschuldet, und hier in erster Linie den Preisen in der Hotellerie und Gastronomie. Die erhöhte Teuerung im laufenden und die inflationären Unsicherheiten (auslaufende USt-Senkung, absehbare CO2-Bepreisung) für das kommende Jahr werden die anstehende Herbstlohnrunde entscheidend prägen.

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Kurzfassung: Inflationsgespenster und langfristiges Inflationspotenzial

13. August 2021 10:00 MESZ

Kurzfristig (in den kommenden 12-24 Monaten) ist klar, dass die Inflationsraten bzw. deren Jahresveränderungsraten in den großen entwickelten Volkswirtschaften (Euroraum, USA) erstmal wieder sinken sollten, aber mittel- bis langfristig gibt es derzeit sehr viele Unwägbarkeiten und unterschiedliche Meinungen der Ökonomen. Je nachdem, wie sich politische Präferenzen gestalten, ist sowohl in den USA wie Europa in den kommenden 10 Jahren mit höheren Inflationsraten als in den letzten 10 Jahren zu rechnen – eine Hyperinflation sehen wir aber eindeutig nicht!

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Blickpunkt Österreich: Q2 BIP – Von der Winterdepression in die Sommereuphorie

30. Juli 2021 14:01 MESZ

Nach dem frostigen Winterhalbjahr ist ein umso wärmerer Konjunktur-Sommer erwartet worden. Der BIP-Zuwachs in Q2 von 4,3 % p.q. übertrifft dennoch die Erwartungen. Die Lockerungen in der Gastronomie & Hotellerie katapultierten die österreichische Konjunktur von den konjunkturellen Sorgenkindern des Winterhalbjahres zu den Hoffnungsträgern des (Früh-) Sommers. Allen Lieferengpässen zum Trotz stützten Industrie&Gewerbe die Konjunktur weiterhin.

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Immobilienausblick Österreich: Leistbarkeit - nicht so angespannt wie gedacht?

28. Juli 2021 06:59 MESZ

Der österreichische Immobilienzyklus ist im internationalen Vergleich bereits weit fortgeschritten. Die Preisentwicklung spricht jedoch dafür, dass sich der Zyklus eher im "besten Alter" befindet denn als "altes Eisen" anzusehen ist. Dennoch konnte die Einkommensentwicklung bekanntlich nicht annähernd mit den Preisanstiegen mithalten. Übersehen wird aber oftmals, dass sich in den letzten Jahren aufgrund der sinkenden Zinsen die Leistbarkeit in viel geringerem Maße verschlechtert hat, als der ausschließliche Blick auf die Immobilienpreise suggeriert. Da das Zinstief aber bereits erreicht worden ist, fällt dieser Unterstützungsfaktor für die Immobilienpreise künftig weg.

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Perspektiven: Geldpolitik in Bewegung in Westeuropa und CE/SEE

21. Juli 2021 07:41 MESZ

Die Geldpolitik europäischer Notenbanken – bei der EZB, auch in Mittel- und Südosteuropa – ist derzeit im Umbruch. Geldpolitische Strategien und Instrumente werden überdacht, es gibt aber auch eine Rückkehr zur Orthodoxie. Die Veränderungen gehen damit nicht unbedingt in die gleiche Richtung. Im Zentralbankjargon gesprochen ist die EZB eher auf der "taubenhaften" (dovishen) Seite, während Notenbanker in CE/SEE in letzter Zeit eher im "Falkenlager" (hawkish) sind.

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Perspektiven: Kryptos unter Druck - China macht Ernst, EZB ein wenig

20. Juli 2021 10:24 MESZ

Der Kryptomarkt kommt nicht in die Gänge und das schon seit mehreren Wochen. Negativer Newsflow dominiert. Positive Nachrichten gehen unter. Dass China nun tatsächlich den Stecker zieht, macht die Ausgangslage kurzfristig nicht besser – schafft aus unserer Sicht aber langfristig Potenzial. Pläne zum Digitalen Euro (oder anderen Retail Digitalwährungen von Notenbanken) sollte Krypto-Assets noch klarer als solche schärfen und ihnen den "Währungsstatus" nehmen.

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